Fitness Training

Fitness Training: Mit oder ohne Personal Trainer?

Ein guter Beginn ist die Hälfte des Ganzen: auch beim Sport und ganz besonders bei einem längerfristigen Fitnesstraining. Doch gerade wer neu in ein Training einsteigt, sucht nach Orientierung. Oft erscheint der Schritt zum Personal Training oder das Engagement eines eigenen Personal Trainers anfangs zu groß. Doch welche Alternativen gibt es und ist es sinnvoll, ganz alleine mit Training und Muskelaufbau zu beginnen? Wir haben die verschiedenen Aspekte beleuchtet und ein paar Tipps zusammengetragen, die Deinen Start ins Training verbessern und Deinen persönlichen Weg zu mehr Fitness erleichtern.

Personal Training oder „ich trainiere alleine“?

Das Engagement eines Personal Trainers kennt man meist von prominenten Personen, die durch intensives Fitness Training schnell (wieder) fit werden wollen, z. B. nach einer Schwangerschaft oder für eine neue Filmrolle. Allerdings ist dieses Training bzw. dieses hochwertige Personal Training keineswegs berühmten Persönlichkeiten vorbehalten.

Auch „Normalos“ entscheiden sich immer öfter für professionelle Unterstützung beim Training und für ihre Fitness. Dies bringt insbesondere für Anfänger große Vorteile mit sich. Wer sich mit Fitnesstraining noch nicht auskennt und einfach auf eigene Faust loslegt, läuft Gefahr, Fehler zu machen oder schlichtweg falsch zu trainieren. Das kann mitunter fatale Konsequenzen haben, denn wer regelmäßig falsch trainiert, kann dem Körper, den Muskeln, den Gelenken und insbesondere dem Herz-Kreislauf-System tatsächlich schaden.

Vielleicht hast Du auch schon mal beobachtet, dass die Übungsführung bei so manchem Fitnessstudiobesucher alles andere als korrekt aussieht. Hat man sich falsche Bewegungsabläufe erst einmal antrainiert, ist es gar nicht so leicht, sich wieder umzugewöhnen. Bei unkorrekter Übungsausführung ist das Training nicht nur weniger intensiv, im schlimmsten Fall drohen, wie erwähnt, sogar Verletzungen.

Ein kompetenter „persönlicher Trainer“ kann Dich von Anfang an richtig in die Übungen einweisen. Dies sorgt für mehr Effektivität und Sicherheit. Zudem kannst Du beim Personal Training Deine Trainingsziele individuell besprechen, sodass Du einen auf Dich zugeschnittenen Plan erhältst. Ganz ehrlich: Als Laien fehlt dafür vielen das notwendige Know-how, auch wenn man vielleicht schon das eine oder andere Mal im Fitnessstudio war.

Weiterhin kann Dich ein persönlicher Coach immer gut motivieren, wenn Du ein Trainingstief hast. Die Trainerin oder der Trainer lernt Dich und Deine Leistung einfach besser kennen und weiß, was Du beim Fitnesstraining leisten kannst. Dein persönliches Profil mit Blick auf Bewegung, Kraft und Ausdauer sind für Profis wichtige Indizien, die Rückschlüsse zulassen. Auf dieser Grundlage kann Dein Training regelmäßig angeglichen werden, was den Erfolg deutlich steigert.

Wenn Du diese Beobachtung und Planung alleine bewerkstelligen willst, dann solltest Du Dich wirklich konsequent und sorgfältig vorbereiten und weiterbilden.

Andererseits gibt es bei allen Vorteilen auch Nachteile, die Deine Entscheidung für Personal Training nach sich zieht und wie wir nicht unerwähnt lassen wollen. Als Erstes ist hier natürlich immer der Kostenfaktor zu nennen. Ein professioneller Personal Trainer kostet Geld. Das Fitnesstraining unter professioneller Aufsicht muss man sich leisten können. Darüber hinaus musst Du Deine Trainingszeiten an die Verfügbarkeiten Deines Trainers anpassen. Spontanes Trainieren ist somit kaum möglich.

Kurzum: Wenn Du es Dir leisten kannst, dann ist die Wahl eines Personal Trainers auf alle Fälle der richtige Kurs in Richtung mehr Fitness, Wohlbefinden und sportlichen Erfolg. Ohne Erfahrung solltest Du alleine eher nicht in ein intensives Fitnesstraining einsteigen, Ausdauer trainieren oder am Muskelaufbau arbeiten. Nimm Dir zumindest viel Zeit für die Vorbereitung: Online finden sich etwa zahlreiche, gut aufgebaute Informationen für mehr Bewegung und Fitness zum Einstieg.

Den Körper in Bewegung bringen: Das richtige Mindset

Nahezu jeder hat manchmal mit dem inneren Schweinehund zu kämpfen, der uns lieber mit einer Pizza auf der Couch als im Fitnessstudio sehen möchte. Selbst Profisportler kennen das.

Wichtig ist, dass Du lernst, Deinen inneren Schweinehund auszutricksen. Dies gelingt mit dem richtigen Mindset. Mache Dir immer wieder bewusst, warum Du mit dem Fitnesstraining begonnen hast. Welche Ziele möchtest Du erreichen? Gesundheit? Gewichtsabnahme? Oder willst Du sogar Profiathlet werden?

Sobald es Dir an Trainingsmotivation mangelt, führst Du eine kleine gedankliche Reise durch: Schließe die Augen und stelle Dir vor, wie großartig Du Dich fühlen wirst, wenn Du Deine Trainingsziele erreicht hast. Wo siehst Du Dich? Auf dem Siegertreppchen bei einem Wettkampf? Rank und schlank in Deinem Hochzeitskleid? Im Bikini an einem Traumstrand, während beneidende Blicke über Deinen durchtrainierten Körper wandern? Stelle Dir Dein Ziel so detailreich wie möglich vor. Erlaube es Dir, regelrecht in dieser Vorstellung zu schwelgen. Ich wette, Deine Motivation fürs Trainieren & mehr Fitness wird in die Höhe schnellen.

Wichtig ist jedoch, dass es sich um Deine eigenen Wünsche und Ziele handelt. Manchmal kann man das gar nicht so klar differenzieren. Die Motivation ist ein verlässlicher Indikator, um dies herauszufinden. Trainierst Du für Dich selbst, wird obiger Trick wirken. Machst Du Sport, um anderen zu gefallen, wird der innere Schweinhund siegen.

Das richtige Mindset ist zudem gleichbedeutend mit einer positiven Grundeinstellung Dir selbst und dem Fitnesstraining gegenüber. Dass es manchmal ein wenig Überwindung kostet, sich aufzuraffen, ist normal. Dennoch sollte Dir Dein Training grundsätzlich Spaß und Freude bereiten. Empfindest Du hingegen Widerwillen, läuft etwas schief. In diesem Fall solltest Du nach Alternativen suchen.

Manchmal genügen auch bereits kleinere Umstellungen in der Trainingsroutine. Apropos Routine: Feste Trainingszeiten und Abläufe helfen Dir, langfristig am Ball zu bleiben. Darauf kommen wir später noch einmal ausführlicher zu sprechen.

Training: Je klarer das Ziel, desto klarer der Erfolg

Für maximalen Erfolg ist es unerlässlich, dass Du Deine Ziele so klar wie möglich definierst. Nur so lassen sich Fortschritte dokumentieren. Letztere motivieren Dich wiederum, das regelmäßige Training ernst zu nehmen.

Um Ziele festzulegen, muss zunächst die Ausgangslage bestimmt werden, sozusagen Dein persönlicher „Startpunkt“. Hierzu wird der Personal Trainer einen Fitness Check-up mit Dir machen. Hierbei werden Körperfettanteil und Muskelmasse mithilfe einer speziellen Körperfettwaage bestimmt. Auch Dein Blutdruck wird gemessen. Oftmals ist auch ein kurzer Belastungstest inbegriffen, um Deinen aktuellen Fitnesszustand, Kraft und Ausdauer noch genauer beurteilen zu können. Anhand Deiner individuellen Ausgangslage legt ihr nun gemeinsam Deine Ziele fest. Die Zielformulierung sollte keinen Spielraum für Interpretationen offenlassen, sondern klar und deutlich sein:

  • „Ich möchte 12 Kilogramm in 6 Monaten abnehmen.“
  • „Ich möchte es schaffen, an Tag x einen Marathon mitzulaufen.“
  • „Ich möchte ein sichtbares Sixpack haben.“

Empfehlenswert ist es, neben Deinem großen Endziel kleinere Etappenziele festzulegen. Dies gilt besonders, wenn das Endziel weit von Deiner aktuellen Ausgangslage entfernt ist. Nehmen wir beispielsweise an, Du möchtest es schaffen, 25 Kilo (als Frau) bzw. 50 Kilo (als Mann) beim Bankdrücken zu stemmen. Als Anfänger würde es wenig Sinn machen, mit zu viel Gewicht zu starten. Untrainierte beginnen am besten mit beispielsweise 5 bzw. 10 Kilo und steigern das Gewicht wochenweise.

Dein Personal Trainer wird Dich beobachten und beurteilen, wann und in welcher Höhe eine Steigerung möglich ist. Sobald Du die Übung nicht mehr sauber ausführen kannst, ist das Gewicht zu schwer. Ohne Personal Trainer bleibt es natürlich Dir überlassen, wie schnell Du Dich steigerst. Erfahrungsgemäß neigen gerade Trainingsanfänger dazu, zu schnell zu viel zu wollen. Hier solltest Du Deine persönliche Eitelkeit außen vorlassen und auf Deinen Körper hören. Beobachte Dich am besten während der Übungsausführung im Spiegel, um zu sehen, ob Du die Übung noch gleich korrekt ausführst.

Zum Thema Zielsetzung ist außerdem noch zu sagen, dass es sich um realistische Ziele handeln sollte. Auch hier kann Dir ein Personal Trainer mit seinem neutralen Blick helfen. Du solltest versuchen, die beste Version Deiner Selbst zu werden, statt Dich von mit Photoshop bearbeiteten Vorbildern verunsichern zu lassen.

Training & Ernährung: Ausgebildete Personal Trainer helfen

Nur mit Sport alleine wirst Du Deine körperlichen Ziele nicht oder nie erreichen können. Der richtigen Ernährung kommt eine zentrale Bedeutung zu. Von daher ist die Optimierung Deiner Ernährung stets wichtiger Bestandteil der Arbeit eines professionellen Personal Trainings.

Was nützen Dir schließlich super trainierte Muskeln, wenn sie unter einer Fettschicht verborgen bleiben? Damit Deine Muskeln definiert und somit sichtbar werden, muss der Körperfettanteil entsprechend niedrig sein. Für maximalen Muskelzuwachs ist außerdem die Zusammensetzung der Ernährung von Bedeutung. Kraftsportler sollten bis zu 2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen und möglichst auf den Konsum von Alkohol verzichten. Auch die Zufuhr von Kohlenhydraten zum richtigen Zeitpunkt beeinflusst den Trainingserfolg.

Du siehst, es gibt eine Menge zu beachten. Ein Personal Trainer kann Dir helfen, Deine Ernährung so zu optimieren, dass der maximale Trainingserfolg unterstützt wird. Selbstverständlich kannst Du Dir das notwendige Wissen auch selbst aneignen. Dies erfordert allerdings erheblichen Rechercheaufwand und mentale Kraft. Insbesondere Personen, die sich zuvor noch nie mit dem Thema Ernährung beschäftigt haben, fallen nur allzu leicht auf unseriöse Versprechungen herein. Ein Fitness- & Ernährungsplan, der vom Profi erstellt wurde, gibt Sicherheit.

Individueller Trainingsplan: Richtig anfangen & durchhalten

Wie der richtige Trainingsplan aussehen sollte, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Wichtig ist, dass der Plan Deinem aktuellen Leistungsniveau entspricht und sich außerdem in Deinen Alltag integrieren lässt. Ist Letzteres nicht gewährleistet, wirst Du kaum durchhalten.

Sei daher gleich ehrlich zu Deinem Personal Trainer! Hast Du nur zweimal pro Woche Zeit fürs Training, macht es wenig Sinn, Deinen Plan auf vier Tage auszulegen. Es ist bemerkenswerterweise auch möglich, mit nur einem Trainingstag pro Woche Erfolge zu erzielen. Es kommt lediglich auf die richtige Kombination der Übungen an. Wer langfristig mehr als zweimal pro Woche trainieren kann, sollte die Trainingstage nach Muskelgruppen aufteilen (z. B. zweimal pro Woche Unterkörper, zweimal Oberkörper). Bei nur einem bis zwei Trainingstagen empfiehlt sich hingegen ein Ganzkörpertraining.

Es braucht bekanntermaßen 30 Tage, bis man neue Gewohnheiten verinnerlicht. Von daher ist gerade für Trainingsanfänger Routine wichtig. Bestimme feste Trainingstage und Trainingszeiten. Behandle Dein Training wie einen wichtigen Termin, für den es keine Ausreden gibt. Bist Du mit einem Personal Trainer verabredet, fällt es ohnehin schwer, den Termin abzusagen. Anders sieht es hingegen aus, wenn Du eigenverantwortlich trainierst. Die Versuchung, mal einen Trainingstag auszufallen zu lassen, ist in diesem Fall wesentlich größer.

Als Alternative zu einem kostspieligen Personal Trainer könntest Du Dir einen Trainingspartner suchen. Sobald man mit jemandem zum Training verabredet ist, wächst die Hemmung abzusagen. Diese Tatsache solltest Du gerade als Anfänger für Dich nutzen. Bestimmt gibt es in Deinem Umfeld jemandem, der auch mit Sport beginnen möchte und einen Motivator gebrauchen kann.

Nach ungefähr 30 Tagen sollte Dir Dein Training dann sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergegangen sein. Vorausgesetzt, die Fitnesstraining-Planung entspricht wirklich Deinen individuellen Bedürfnissen und Deinem Können. Auch ein professioneller Personal Trainer ist in dieser Hinsicht auf Dein Feedback angewiesen.

Was bringen die „personal Trainers“ auf YouTube?

Die Fitnessszene boomt seit Jahren. Dies macht sich heute auch auf sozialen Plattformen wie YouTube bemerkbar. Zahlreiche Fitnesstrainer bieten dort ihre Kurse, Coachings & Co. an. Auf YouTube stehen kostenlose Informations- und Trainingsvideos zur Verfügung. Wenn Du sparen musst, ist dies natürlich ideal.

Die Trainingsvideos auf YouTube kannst Du abspielen, wann immer und so oft Du möchtest. Du bist zeitlich und örtlich flexibel. Der Nachteil besteht allerdings darin, dass der Trainer Dich nicht sehen und eventuelle Fehler korrigieren kann. Von daher kann das Mitmachen von YouTube-Trainingsvideos nicht mit einem persönlichen Coaching verglichen werden.

Zudem solltest Du bedenken, dass jeder auf YouTube Videos hochladen darf. Auch wenn es unbestritten viele seriöse und hilfreiche Fitnessaccounts gibt, so existieren jedoch auch die schwarzen Schafe. Gerätst Du an einen Laien, der sich auf YouTube als Fitnessguru präsentiert, darfst Du natürlich keine großen Erfolge erwarten. Manchmal ist dies gar nicht immer so leicht zu erkennen.

Kommen wir noch einmal auf das Thema Kosten zurück: Wer persönlich mit einem YouTube-Trainer in Kontakt treten möchte, muss meist ein kostenpflichtiges Vertragspaket abschließen. Anschließend ist es dann möglich, sich über Videochat kennenzulernen und einen Trainings- und Ernährungsplan zu erstellen. Aber kann ein Personal Trainer aus der Ferne immer ebenso effektiv sein wie ein Personal Trainer vor Ort?

Diese Frage lässt sich gar nicht so leicht beantworten. Grundsätzlich musst Du Dich nicht persönlich mit deinem Personal Trainer treffen. Ein guter Trainer vermag Dich auch aus der Ferne zu motivieren. Dies erleichtert sogar den organisatorischen Aufwand, z. B. wenn Dein bevorzugter Personal Trainer in einer anderen Stadt wohnt. Allerdings ist es meist ein wenig schwieriger, per Videochat Haltungskorrekturen durchzuführen – sofern Du Dich in Deinem Fitnessstudio überhaupt beim Training filmen darfst.

Wichtiges Fazit: Fit mit Motivation, Herz & Know-how

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Sicherlich ist Dir dieses altbekannte Sprichwort schon gut vertraut. In Bezug auf Fitnesstraining ist es besonders zutreffend. Motivation und Zeit sind das A und O, um Deine Trainingsziele zu erreichen.

Und wann ist man motiviert? Richtig: Wenn einem etwas Freude bereitet und man mit Herz und Begeisterung dabei ist. Wie im Abschnitt zum Thema Mindset schon aufgegriffen, sollte Dir Dein Training Spaß machen. Betrachte es nicht als Zwang, sondern als Bereicherung Deines Alltags. Eine Bereicherung, die sich positiv auf Deine Optik und Gesundheit auswirken wird.

Ob Du für Deine persönliche Fitness einen Personal Trainer brauchst, ist eine individuelle Entscheidung und letztendlich auch eine Kostenfrage. Es steht außer Frage, dass Du es auch alleine schaffen kannst. Gleichzeitig kann Dir ein erfahrener Personal Trainer den Weg leichter machen, indem er Dich mit professionellem Know-how unterstützt und mit Dir geht. Ob Du ans Ziel kommst, liegt bei Dir: Aber mit Personal Trainer gelingt es meist fokussierter und schneller.

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